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Kunst und Wissenschaft vom Leben in Harmonie mit der Umgebung.
Tai Chi in der Forschung
(Fundsachen)
(aus:
Nachrichten aus australischer und neuseeländischer
Wissenschaft und Forschung)
University of Queensland: Mit Tai Chi
Mathematik lehren
The University of Queensland - Universität in Brisbane / Australien
Eine Dozentin der im australischen Brisbane
gelegenen University of Queensland (UQ) beschreitet mit dem Einsatz
einzigartiger Lernmethoden neue Wege, um so angehende Lehrer in der Entwicklung
ihrer Unterrichtsmethoden zu unterstützen. Dr. Lisa Hunter setzt die chinesische
Kampfkunst Tai Chi in ihren Kursen im Rahmen des Middle Years of Schooling
Bachelor of Education Programms an der UQ ein.
Das Erlernen der Tai Chi Techniken soll bei den zukünftigen Pädagogen die
Wahrnehmung davon verbessern, wie Lernprozesse ablaufen. Vor dem Hintergrund
nicht nur von Sport- oder Gesundheitswissenschaften, sondern auch von
Mathematiklehrplänen, soll das Erlernen der Kampfkunst ihnen zusätzlich dabei
helfen, neue Lehrmethoden für sich zu erschließen.
Das Herstellen einer Verbindung zwischen den physischen Bewegungen des Tai Chi
und den Lehrinhalten eines scheinbar nicht verwandten Unterrichtsfachs soll den
angehenden Lehrern das Verknüpfen verschiedener Fachbereiche in der Lehre, einer
der zentralen Punkte in Dr. Hunters Kurs, erleichtern. "Die Studierenden
trainieren darüber hinaus, ihren Kommilitonen eine Bewegung zu vermitteln. Dabei
bauen sie ihre Sprach- und Demonstrationsfertigkeiten um die Bewegung herum
aus," beschreibt Dr. Hunter einen positiven Nebeneffekt ihres außergewöhnlichen
Unterrichts.
Laut Dr. Hunter war das Vermitteln der Tai Chi Bewegungen der einfachste Teil
ihrer Kursarbeit. "Die größte Herausforderung war es zu versuchen, die
Wahrnehmungen der Studierenden davon, was Sport oder Mathematik ausmachen, zu
verändern und ihnen so neue Ideen zu eröffnen, beides in die Arbeit mit Kindern
einzubringen."
Weitere Informationen in englischer Sprache:
Dr. Lisa Hunter
Tel.: 0061-7-3365 6985
Email: lhunter@hms.uq.edu.au
Chris Saxby, UQ Communications
Tel.: 0061-7-3365 2479
Email: c.saxby@uq.edu.au
Was hat Tai Chi mit Maschinen zu tun?
Seht selbst:
Prof. Dr. R. Baltissen, Dipl.-Psych. R. Bujotzek
Ausgehend von Arbeiten zur leiborientierten Therapie schizophrener
Ich-Störungen wird in dieser Untersuchung das Tai Chi zur Wiedererlangung und
Reintegration von einmal vorhandenen Fähigkeiten eingesetzt. Die langsamen,
fließenden Bewegungsabläufe des Tai Chi mit Integration von Atem, Bewegung und
Konzentration bieten Möglichkeiten zur Entspannung und sanften Körpererfahrung,
von denen eine positive Auswirkung auf Befindlichkeit, Selbst- und Körperkonzept
sowie Kontrollüberzeugung angenommen werden kann. Über einen
Untersuchungszeitraum von 6 Wochen wurden zweimal wöchentlich 2 Tai Chi
Übungsgruppen mit jeweils 8 Patienten einer Nervenklinik durchgeführt. Als
Kontrollgruppe wurde eine nach soziodemographischen Merkmalen parallelisierte
Patientengruppe ausgewählt, die am standardmäßigen Rehabilitationsprogramm der
Klinik teilnahm. Sowohl vor als auch nach Ende des Übungszeitraumes wurden in
der Kontroll- und Experimentalgruppe Selbst- und Fremdbeurteilungsverfahren zur
Erfassung der Veränderungen in Selbst- und Körperkonzepten, Befindlichkeit,
Kontrollüberzeugung und Körperhygiene eingesetzt. Insgesamt zeigten die
Untersuchungsergebnisse positive Auswirkungen des Tai Chi Übungsprogrammes,
insbesondere in den Bereichen externaler Kontrollüberzeugungen, dem
Selbstkonzept zur Empfindlichkeit und Gestimmtheit und der allgemeinen
Aktivierung. In den Körperkonzeptskalen fanden sich keine Unterschiede zur
Kontrollgruppe. Die Patienten der Tai Chi Übungsgruppe wurden von den
behandelnden Ärzten als weniger erregt und weniger psychomotorisch
beeinträchtigt beurteilt. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse wurde eine
Einbeziehung des Übungsprogrammes in den Gesamtbehandlungsplan der Klinik
empfohlen.
Schlagworte: Schizophrene Ich-Störung, Tai Chi, Selbst- und
Körperkonzept
Laufzeit: 1996-1998
Diplomarbeiten:
Bujotzek, R. (1998). Auswirkungen eines Tai Chi Chuan Übungsprogrammes bei
schizophren Erkrankten auf Selbst- und Körperkonzept, Wohlbefinden und
Kontrollüberzeugung
13.06.08.
h2, Dreimonatiges Training verbesserte den Blutzuckerwert deutlich
Tai Chi Chuan, das traditionelle chinesische Schattenboxen, kann
Typ-2-Diabetikern helfen, ihre Blutzuckerwerte zu verbessern, berichtet das
Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. In einer taiwanesischen Studie
absolvierten 30 Typ-2-Diabetiker drei Monate lang jede Woche drei Stunden Tai
Chi. Anschließend war ihr HBA1c-Wert, der ein Maß für die durchschnittliche
Blutzuckereinstellung ist, von 7,6 auf 7,1 gesunken. Auch das Immunsystem
profitierte davon, messbar am Anstieg wichtiger Botenstoffe.
Quelle: Diabetiker Ratgeber
-Über eine Pilotstudie zur Aufmerksamkeit im Bewegungsablauf als Strategie
zur Bewältigung bei Multipler Sklerose.
Das Grundkonzept
MS-Betroffenen fehlt oft das Gefühl für den eigenen Körper, ja sie nehmen ihn
sogar als fremd wahr. Sie empfinden ihn als nicht in Ordnung oder ungezogen. In
einer kleinen Studie sollten die Patienten mit Tai Chi,
einer fernöstlichen mentalen Trainings-Methode, dazu gebracht werden, ihren
Körper und ihre Vorstellung davon besser anzunehmen und ihn in seinen Funktionen
wieder in Besitz zu nehmen.
In einer kleinen Studie mit acht MS-Patienten wurde das mentale Training mit Tai
Chi auf seine positive Wirkung bei bestimmten MS-Symptomen untersucht. Der Kampf
gegen die körperlichen Symptome soll aufgegeben und im Hineingleiten in
Entspannung das Fliessen von Bewegung zugelassen werden.
Aufmerksamkeit im Bewegungsablauf , unabhängig von Tai Chi, hat sich bereits bei
einer breiten Palette von physischen und mentalen Gesundheitsproblemen als
wirkungsvoll erwiesen, so auch bei chronischen Schmerzzuständen und
Fibromyalgie.Die Studienanordnung
In der Studie, über die berichtet wird, untersuchten die Forscher die Wirkung
von Tai Chi auf die bewusste Muskelspannung, die Stellung der Wirbelsäule, die
Haltung insgesamt, auf Atmung, Gleichgewicht, Gewichtsverlagerung und
koordinierte Bewegung.
Als Anleitung für die Teilnehmer wurden schriftliche Anleitungen, Tonbänder und
Video-Aufnahmen ausgehändigt. Die Teilnehmer mussten in der Lage sein,
selbstständig die Klinik zu erreichen, die schriftlichen und mündlichen
Anleitungen verstehen, sowie selbstständig mit dem Schreibgerät die Fragebögen
ausfüllen können. Patienten mit stärkeren physischen und mentalen Handicaps
waren damit ausgeschlossen.
Untersucht wurde die Wirkung eines Einbein-Standtests, der auch schon zum Nutzen
älterer Personen eingesetzt worden ist. Es sollten MS-Symptome einer 2-monatigen
Vortest-Zeit mit der Beurteilung in einer 5-Punkte-Skala nach einer 3-monatigen
Übungszeit des Einbein-Stands verglichen werden. Eine gleich grosse
Kontrollgruppe, die den Einbein-Standtest nicht übte wurde gleichzeitig über
Verbesserung, bzw. Verschlechterung von Symptomen befragt. Die Befragung wurde
durch die unabhängige Beurteilung Angehöriger oder Freunden der Teilnehmer
erweitert. Diese erweiterte Beurteilung war für die Analyse wichtig. Die
Resultate Die Ergebnisse zeigten in der Beurteilung der Standtest-Gruppe und
ihrer Angehörigen und Freunde signifikante Besserungen der Ziel-Merkmale:
Gehstrecke, Gangsicherheit, Standsicherheit, Blasenfunktion, Steifigkeit der
Gelenke, Allgemeinbefinden, Taubheit der Finger oder Füsse und bei
Schmerzempfindungen.
Auch wenn die Teilnehmer-Gruppen klein waren, so zeigt sich doch in den
Ergebnissen ein gleichbleibendes, signifikantes Muster an Verbesserungen in der
Übungsgruppe des Einbein-Standtests gegenüber der Kontrollgruppe.
Auch wenn bei dieser kleinen Studie Kritikpunkte anzubringen sind, sprechen die
Ergebnisse doch für die Einübung solcher Strategien, die mit konzentrierten
minimalen Bewegungen die Aufmerksamkeit des MS-Betroffenen wieder auf den
eigenen Körper lenken. Für MS-Betroffene kann ein Bewegungsablauf durch
vielerlei Hindernisse gestört werden, vor allem durch Ängste: was werden die
Leute von mir denken, warum ist mir das passiert? Durch derlei Gedanken ist die
Geist-Körper-Beziehung über die neurologische Störung hinaus beeinträchtigt.
Schlussfolgerungen Das Aufmerksamkeits-Training kann ein Weg sein, die volle
Konzentration dem Körper zuzuwenden, und zwar in einer entspannten, jedoch
wachen Art und Weise. Um die Folgen neurologischer Schädigungen zu minimieren
ist das Ziel das optimale Zusammenwirken von Geist und Körper.
Quelle
Mindfulness of Movement as a Coping Strategy in Multiple Sklerosis, A Pilot
Study, Nigel Mills and Janet Allen. General Hospital Psychiatry 22, 425-431,
2000
05.12.08 - Im
Frühstadium einer Demenz kann eine Kombination von kognitiver
Verhaltenstherapie, Tai chi und Qigong den mentalen, psychischen und
körperlichen Abbau verlangsamen. Das zeigt eine kleine Studie der Universität
von Illinois.
Die Untersuchung unter Leitung von Prof. Sandy
Burgener zeigt, dass Patienten in frühen Stadien einer Demenzerkrankung
eindeutig von nicht-medikamentöser Therapie profitieren. Im Rahmen der Studie
unterzogen sich 24 Patienten über 40 Wochen einem intensiven Programm, das aus
- kognitiver Verhaltenstherapie und
Selbsthilfegruppen in 14-tägigen Abständen sowie
- drei wöchentlichen Anwendungen von Tai chi
(chinesisches Schattenboxen) und Qigong
bestand. Die 22-köpfige Vergleichsgruppe stieg erst
nach Ablauf von 20 Wochen in dieses Programm ein.
Innerhalb der ersten 20 Therapiewochen verbesserten
die Teilnehmer der Therapiegruppe verschiedene motorische Fertigkeiten, unter
anderem Balance und die Kraft der Unterschenkel. Ebenso waren Fortschritte in
kognitiver und psychischer Hinsicht zu verzeichnen.
Während das Selbstbewusstsein bei den Mitgliedern
der Vergleichsgruppe deutlich nachließ, nahm es bei den Teilnehmern der
Therapiegruppe zu. Die Entwicklung depressiver Tendenzen ließ sich in der
Therapiegruppe zwar nicht völlig aufhalten, ging aber erheblich langsamer voran.
Programm auf Wunsch der Teilnehmer ...
Die zweiten 20 Wochen des Behandlungsprogramms
erbrachten keine zusätzlichen Fortschritte, doch immerhin stabilisierte sich das
innerhalb der ersten 20 Wochen erzielte Resultat.
Die ursprünglich mit zwei Zehnergruppen konzipierte
Studie wurde aufgrund der starken Nachfrage mit 46 Teilnehmern gestartet. Und
auf Wunsch der Teilnehmer wurde es nach Abschluss der 40 Wochen bis jetzt
weitergeführt - über mehr als drei Jahre.
... über mehr als drei Jahre weitergeführt
Ihre Einzelbeobachtungen seien noch um einiges
eindrucksvoller als die statistisch fassbaren Resultate, betont Burgener: "Die
Patienten waren glücklicher, wenn sie in der Therapiegruppe mitmachen konnten.
Zwei Männer kamen mit Gehwagen in die Gruppe, um sie ohne Hilfen zu verlassen.
Einer von ihnen ist seit drei Jahren in der Tai-chi-Gruppe und immer noch auf
den eigenen Beinen unterwegs."
me / Quelle: Am J Alzh Dis 23
(2008) 382-394
Studie mit Arthrose-Patienten
27.10.08 - Patienten
mit Arthrose des Kniegelenks reagieren gut auf eine Behandlung mit Tai chi. Das
chinesische Schattenboxen hat seine Effizienz in einer Studie bewiesen, die
jetzt auf dem Jahrestreffen der US-Rheumatologen vorgestellt wurde.
An der Studie unter Leitung von Dr. Chenchen Wang
vom Tufts Medical Center in Boston nahmen 40 Patienten in einem
durchschnittlichen Alter von 65 Jahren teil, die etwas übergewichtig waren und
seit rund zehn Jahren an Gonarthrose litten.
Über zwölf Wochen hinweg nahmen sie zweimal
wöchentlich für jeweils eine Stunde an einem Tai-chi-Kurs teil oder absolvierten
konventionelle Stretching- und Wellnessübungen.
WOMAC steht für Western Ontario Mac Master
University. Der WOMAC-Index erfasst auf mehreren Messebenen den Schmerz, die
Steifigkeit und die funktionelle Kapazität von Patienten mit Cox- oder
Gonarthrose.
Der Erfolg der Intervention wurde anhand des
WOMAC-Index und von ärztlichen Untersuchungsbefunden ermittelt, die vor und nach
der zwölfwöchigen Therapie sowie nach 24 und 48 Wochen erhoben wurden. Sowohl
kurz- als auch längerfristig waren signifikante Vorteile für die Teilnehmer an
der Tai-chi-Gruppe zu registrieren.
Wang zufolge könnte sich Tai chi zu einem
effektiven Hilfsmittel für das Selbstmanagement von Gonarthrose-Patienten
entwickeln, das sich - angesichts der geringen Teilnehmerzahl - aber noch in
umfangreicheren Untersuchungen bewähren müsse.
me / Quelle: www.rheumatology.org
(26.03.2009)
Die fließenden Bewegungen der fernöstlichen Kampfkunst Tai-Chi können
Schlaganfall-Patienten buchstäblich zu mehr Balance verhelfen: Zu diesem
Ergebnis kommt ein Forscherteam aus Hongkong auf Grundlage einer aktuellen
Studie. Stephanie S. Y. Au-Yeung und ihre Kollegen teilten 136 Personen,
die mindestens ein halbes Jahr zuvor einen Schlaganfall erlitten hatten,
einer von zwei Gruppen zu: Gruppe eins übte zwölf Wochen lang ein
herkömmliches Bewegungsprogramm aus, Gruppe zwei ebenso lang ein
spezielles Tai-Chi-Training. Die Übungen wurden eine Stunde pro Woche in
der Gruppe ausgeführt und sollten zudem drei Stunden pro Woche in
Eigenregie praktiziert werden. Beim eingesetzten Tai-Chi-Training handelte
es sich um ein Kurzprogramm, das aus zwölf Bewegungsabfolgen bestand.
Untersuchungen der Teilnehmenden nach sechs bzw. zwölf Trainingswochen
lieferten laut Bericht in der Fachzeitschrift "Neurorehabilitation and
Neuro Repair" folgende Ergebnisse: Die Probanden aus der Tai-Chi-Gruppe
schnitten vor allem bei Tests, in denen es um das Gleichgewichthalten im
Stehen ging, besser ab als die Vergleichspersonen. Insgesamt hatten sich
Balance und andere körperliche Fähigkeiten bei den Tai-Chi-Schülern
deutlicher verbessert als bei den Teilnehmern der anderen Bewegungsgruppe.
Die Verbesserungen, so berichtet das Forscherteam, bestanden allerdings
nicht nur während des Trainings. Auch sechs Wochen nach der letzten
Übungseinheit durften sich die Patientinnen und Patienten noch über diese
Fortschritte freuen.
ks/ta
Quellen: Neurorehabilitation and Neuro Repair; netdoktor.de;
guardian.co.uk
Lesetip: Schlaganfall
Uni Jena will Roboter auf Trab bringen
Schluss mit tapsigen Schritten: Jenaer Sportwissenschaftler
wollen Robotern beibringen, sich so behende zu bewegen wie Menschen und Tiere.
Ihr neues Speziallabor soll auch bessere Beinprothesen hervorbringen.
Deutsche Sportwissenschaftler wollen Robotern Beine machen - im nach
eigenen Angaben weltweit ersten Lauflabor für Roboter, das jetzt an der Uni
Jena eingerichtet worden ist. Menschen und Tiere werden hier auf ein
spezielles Laufband steigen, wo eine Vielzahl von Sensoren jede Bewegung
aufzeichnet und misst.
-
Tai
Chi -Vorführung bei der Roboter-WM 2008 in China
-
Mithilfe dieser Daten wollen die Forscher am Computer Bewegungsmodelle für
Roboter entwickeln und in der Praxis testen. "Unser Ziel ist es, die
menschliche Fortbewegung bis ins kleinste Detail zu verstehen", sagt der
Jenaer Sportwissenschaftler Andre Seyfarth. "Irgendwann werden unsere
Erkenntnisse auch dabei helfen, die perfekten Beinprothesen zu bauen."
Stabil auf ihren Maschinenbeinen zu gehen, ist eine schwierige Aufgabe für
Roboter - bisher bewegen sie sich eher bedächtig. In Jena sollen sie lernen,
den Menschen hinter sich zu lassen. In einem Modell hätten Roboter bereits
eine Geschwindigkeiten von mehr als 25 Kilometern pro Stunde erreicht, hieß
es.
In dem Hochschullabor werde neben dem Laufverhalten unter anderem das
Hüpfen und der Einfluss verschiedener Beinmuskeln erforscht. "Wir betreiben
hier Grundlagenforschung, denn nur, wenn wir die biologischen Grundlagen
eindeutig verstehen, können wir sie in effektive technische Systeme
übernehmen", sagte Seyfarth.
Die Einrichtung des neuen Labors sei mit etwa 70.000 Euro von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft gefördert worden, teilte die Hochschule mit.
dpa, 29.07.2008
© 2008 Financial Times Deutschland, © Illustration: Getty Images
| aus dem P.M. Magazin |
01/2009 |
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Neurowissenschaft
Der Buddha in jedem von uns
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Eine Revolution der Hirnforschung
verändert unser Menschenbild: Das Gehirn ist viel wandlungsfähiger, als wir
dachten. Mit der Kraft des Geistes ist fast alles möglich – buddhistische
Mönche wussten es schon immer.
Seine Heiligkeit suchte den Geist. Doch was der Dalai Lama auf dem
Monitor sah, war bloß eine gräuliche, gallertartige Masse. Materie, nichts
als Materie.
Ende der 1990er Jahre durfte das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus
an einer US-Klinik einer Gehirnoperation beiwohnen. Stundenlang verfolgte
der Dalai Lama die Demonstration westlicher Hochleistungsmedizin. Es war
eine Begegnung zwischen fremden Welten. Auf der einen Seite die moderne
Neurowissenschaft, aufgerüstet mit Hightech-Computern und riesigen,
gefährlich brummenden Kernspintomografen – auf der anderen Seite die
kontemplative Welt buddhistischer Klöster und fernöstlicher Spiritualität.
Nach dem Eingriff plauderte der Dalai Lama noch ein wenig mit den
Chirurgen. Der Mann aus Tibet erzählte, wie ihm Neurologen einmal die
Funktionsweise des Gehirns erklärt hatten. Welche neuronalen Schaltkreise
für die Wahrnehmung zuständig seien. In welchen Hirnregionen sich
Erinnerungen bildeten. Wie unsere Emotionen entstünden. Dass auch das
menschliche Bewusstsein nur das Produkt elektrochemischer Prozesse sei – und
mit dem Tod auch unser Selbst erlösche.
Doch eine Frage lasse ihn seither nicht los, sagte der Dalai Lama zu
den Neurochirurgen: Wenn das Gehirn das Denken hervorbringe – könne dann
unser Denken nicht auch die Schaltkreise in unserem Gehirn verändern? Der
Geist also zurückwirken auf die Materie?
Autor(in): Thomas Vašek
Weitere Links
Mind & Life Institute (engl.)
http://www.mindandlife.org |
Entspannungs- und Bewegungstechniken wie Tai Chi und Qigong
wirken bei Herz –Kreislauf-Problemen regulierend. Die Atmung wird beruhigt, der
Geist kommt zur Ruhe, der Blutdruck sinkt daher. Das natürliche Gleichgewicht im
Körper wird unterstützt. Bei regelmäßiger Übepraxis stellt sich langfristig
Erfolg ein.
Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Johns
Hopkins University hatten eine Gruppe von über sechzigjährige Patienten mit
unbehandeltem Bluthochdruck drei Monate lang Tai Chi lernen lassen. Zu ihrer
eigenen Überraschung stellten sie fest, dass das alte chinesische Körpertraining
den Blutdruck messbar senkt. Die langsamen Tai-Chi-Übungen hätten den gleichen
blutdrucksenkenden Effekt wie westliche Gymnastik, wobei ältere Patienten mit
Tai Chi allerdings besser zurecht kämen
Siehe auch
Tai Chi Chuan/ Qigong in Othmarschen und Osdorf
Tai Chi Forschung Qigong
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