Ein Hauptziel der
östlichen Kampfkünste und Kampfsportarten ist es, den Körper wieder zu seiner
ursprünglichen, natürlichen Beweglichkeit zurückzuführen, einer Natürlichkeit,
die wir als Kinder besaßen und im Laufe der Jahre verloren haben. Tai Chi Dao - ein Weg zu Gesundheit und
Spiritualität
Tai Chi Chuan Stile gibt es verschiedene - Chen, Yang, Wu, Sun, um nur mal die
am weitesten verbreiteten zu nennen. Innerhalb dieser Stilrichtungen finden sich
wiederum verschiedene Varianten, für den Laien am deutlichsten in der
unterschiedlichen Länge der Form und der Reihenfolge der Figuren zu erkennen.
Die Yang Familie als Vertreter einer der Haupt Stile hat maßgeblich zur
Verbreitung des Tai Chi Chuan auch in Europa beigetragen. Beispielsweise durch
die
Traditionelle Familien
Yang Stil Langform nach Yang Zhenduo (108er)
Tai Chi
ist eine alte
chinesische Bewegungskunst. Alle Bewegungen werden langsam und fließend
ausgeführt und sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Der Sage nach geht
Tai Chi Chuan, das wörtlich soviel wie Fausttechnik mit Hilfe der
grenzenlosen Energie Qi heißt, auf den taoistischen Mönch Chang San Feng aus
dem 12. Jahrhundert zurück. Tai Chi ist Meditation in Bewegung.
Anfangs war Tai Chi als Selbstverteidigungstechnik gedacht, die auf Energie
basierte und nicht auf Muskelkraft. Dabei geht es darum, dem Angriff eines
Gegners nicht mit Gewalt (yang) zu begegnen (doppelte Gewichtung),
sondern abzuleiten (yin), den Angriff zu transformieren.
Heute wird Tai Chi vorwiegend zur Gesundheitspflege und zur Entspannung
geübt. Es stärkt nachweislich die körpereigene Energie, die Durchblutung,
die Organfunktionen und die Tiefenatmung. Tai Chi ist eine Abfolge von
aneinander gereihten Figuren. Eine entspannte, aufrechte Haltung, lockere
Gelenke und eine natürliche tiefe Atmung , das sind die wesentlichen Aspekte
des Tai Chi.
In China wurde diese sanfte Kampfkunst
vornehmlich in Familien unterrichtet. Entsprechend der Familie wird der Stil
Chen, Yang, Wu etc. genannt.
Yang Stil Wie Yang Chengfu sagte, ist Tai Chi eine Kunst, der eine große innere Kraft
in den langsamen sanften Bewegungen innewohnt, wie eine Nadel eingehüllt in
Baumwolle. Um dieses Ziel erreichbar zu machen, stellte er die "10
essentiellen Prinzipien des Tai Chi" auf, die bis in die heutige Zeit die zu
beachtenden Regeln beim Üben des Tai Chi sind.
Dieser von Yang Chengfu entwickelte Stil, der als "Großer Rahmen" bezeichnet
wird, wird auch heute in der Yangfamilie als Standard geübt und
unterrichtet.
Die jetzigen Hauptvertreter des Yang Stils sind Großmeister Yang Zhenduo,
der Sohn von Yang Chengfu, und sein Enkel, Meister Yang Jun. Ihr Tai Chi
folgt präzise den Bewegungen und Positionen von Yang Chengfu, und beide
widmen ihr Leben dem Üben und Unterrichten ihrer Kunst.
Die Lange Form des
Yang-Stils:
Die "Langform" auch
"Traditionelle Form" oder "lange Form" des Yang-Stils besteht aus 108
Bewegungen. Diese Figuren beruhen auf der Kampfkunst und dienen der
Entwicklung der grundlegenden Prinzipien des Tai-Chi wie Balance,
Zentrierung, Fülle-Leere, Ausrichtung der Haltung, achtsame Bewegung,
Verwurzelung der Beine und Füße, Beweglichkeit der Hüfte, Bezug auf das "Dantien",
das Energiezentrum im Unterbauch, Rhythmus, weiche, fließende Bewegung und
innere Ruhe.