Qigong ist ein ganzheitliches Übungssystem, mit dem man
Stress abbauen, Krankheiten vorbeugen und Fitness und Entspannung fördern kann.
In seinem Ursprungsland China wird Qigong zur
Gesunderhaltung und zur Förderung eines langen Lebens ausgeübt. Erst im 20.
Jahrhundert wurde es der breiten Masse zugänglich gemacht und findet seither
immer mehr Verbreitung in der gesamten Welt.
Inzwischen gibt es viele verschiedene Qigong-Stile wie z.B.
hartes oder weiches Qigong, Kranich-Qigong, stehende Säule usw. um nur mal
einige zu nennen. Die Zahl der einzelnen Übungen schätzt man auf etwa 10.000!
Auch die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Oben sind
schon einige genannt, dazu wären noch der meditative und der heilkundliche
Aspekt zu beachten.
Geschichtlich gibt es eine enge Verbindung zwischen Tai Chi
und Qigong durch die Yin- und Yang-Symbolik, beide haben ihre Wurzeln im
Daoismus, wobei Historiker vermuten, dass die Ursprünge des Qigong sogar bis in
prähistorische Zeiten zurückreichen. Die wichtigsten Prinzipien dazu wurden von
den Daoisten formuliert. Die vor etwa 2500 Jahren entstandenen Lehren bildeten
eine der bedeutendsten philosophischen Schulen Chinas. Auf der Suche nach einem
Lebenselixier entwickelten sie Übungen, die anregend auf die Organe wirken
sollten.
Qigong bedeutet soviel wie „Arbeit mit dem Qi“ wobei mit Qi
unsere Lebensenergie, Vitalität und unser Atem gemeint ist. Ganz profan
betrachtet könnte man sagen Atemgymnastik. Tatsächlich ist es aber einiges mehr!
Was passiert, wenn durch Bewegung unsere Atmung sich vertieft? Der
Sauerstoffgehalt im Blut steigt, der Stoffwechsel wird verbessert, die Zellen
erhalten eine größere Versorgung, dadurch können unsere Organe - eigentlich
unser ganzer Organismus - besser funktionieren. Die Infektabwehr wird gestärkt
und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Qigong kann hierbei
durch individuell angepasste Übungsauswahl relativ gezielt eingesetzt werden und
findet daher immer mehr in Bereichen der Medizin als unterstützende
Begleittherapie Einzug.
Und zu guter letzt, was dem Körper gut tut, ist auch für
die Seele gut. Man fühlt sich besser, findet zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit
und strahlt das auch aus.
Beim Qigong gibt es wie beim Tai Chi auch
gesundheitsfördernde Aspekte die im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen
Therapie begleitend eingesetzt werden. Präventivkurse sind am effektivsten in
einer Kombination von Qigong und Tai Chi.
Teilnehmende erhalten einen Einblick in diese Ganzheitlichen östlichen
Übungssysteme und bekommen sozusagen erstes Handwerkszeug vermittelt, mit dem
sie dann individuell und eigenständig zu hause weiterüben können.
- Stress ist ein
wesentlicher Faktor für Bluthochdruck,
das Risiko eines Herzinfarktes sind die
Folge.
- In der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM) wird der Bluthochdruck durch Stress einem Mangel an
Nieren - Yang und dem "Leberfeuer" zugeschrieben. Das Leberfeuer steigt zu Kopf
und führt dort zu Verspannungen. Der Blutdruck steigt!
-Entspannungs-
und Bewegungstechniken wie Tai Chi und Qigong wirken bei Herz
–Kreislauf-Problemen regulierend. Die Atmung wird beruhigt, der Geist kommt zur
Ruhe, der Blutdruck sinkt daher. Das natürliche Gleichgewicht im Körper wird
unterstützt. Bei regelmäßiger Übepraxis stellt sich langfristig Erfolg ein.
Qigong besteht meist aus
Übungsreihen, die seit Jahrhunderten angewendet werden. Ihre Wirkung liegt in
der Kräftigung der Widerstandskräfte des Menschen, aber auch chronisch Kranken
helfen sie sich zu kräftigen und beweglich zu halten.
Diese
Heil- und Entspannungsübungen sind
bausteinhaft und individuell auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Einzelnen
abstimmbar.
Qigong Arbeitskreis
Viele aus dem Bereich Qigong sind in Praxen tätig
(Arzt-, Physio-, Ergotherapie....) und arbeiten dadurch zum Teil mit speziellen
Patientengruppen. Nun sind nicht alle Qigongübungen für jeden dieser Menschen
gleichermaßen geeignet. Übungen für einen orthopädischen Patienten sind unter
Umständen für Herzpatienten eher ungünstig und ähnliches mehr. Um dieses
herauszufinden möchten wir euch bitten uns eure Erfahrungen, Ideen und
Vorschläge mitzuteilen. Dies würde z. B. der Ausarbeitung eines spezifischen
Weiterbildungsangebotes dienen.
Weiteres Aktuelles dann immer auf
dieser Seite
Patientengruppe (Erkrankungsbild) --> Problematik --> Zielsetzung -->
Übungszusammenstellung --> Voraussichtliche Wirkungsweisen --> Evaluation
Als Basis dienen vorerst die vom Verein gestellten Qigong DVD´s.
Ziel ist auf bestimmte Klientel abgestimmte Programme und im weiteren das
einbringen von Fachwissen in die Ausbildung des Tai-Chi-Zentrums, damit auch
nicht primär Qualifizierte auf der sicheren Seite mit dem erlernten arbeiten
können.
Dachverband - Ausbildung als berufliche
Zusatzqualifikation
Warum eine angepasste Ausbildung für
Primärqualifizierte?
- Viele Primärqualifizierte (Arzt, Physio-,
Ergotherapeuten, Krankenschwestern, Arzthelfer/innen....) sind in Praxen
und/oder Krankenhäusern tätig und arbeiten dadurch zum Teil mit speziellen
Patientengruppen.
Diese Patienten besuchen Präventivkurse in der Regel nur
für einen kurzen Zeitraum. In dieser kurzen Zeit ist es gar nicht möglich die
gesamte Tai Chi Form der
Traditionellen Familien Yang Stil Langform nach Yang Zhenduo (108er) zu unterrichten und daher für den Lehrer auch nicht
zwingend nötig die ganze Form zu beherrschen.
Was beinhaltet diese Extra Ausbildung?
- Diese Ausbildung soll ein Basisrepertoire an
Qigong Übungen und den ersten Teil der traditionellen 108er Familien Yang Stil
Langform vermitteln.