Yangtaichi Hamburg - Tai Chi und Qigong
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Beitrag von Stephan Loessl Vielen Dank!
Qigong Übungen bei Stress und den daraus resultierenden Probleme wie Kopfschmerzen, Verspannungen in Schulter und Nacken. Allgemein: Wie entsteht Stress? Der Leistungsdruck, der uns in unserer modernen Welt entgegenschlägt wird immer größer. Die damit verbundenen Erwartungen unserer Umwelt, d.h. Arbeitgeber, Verwandte oder Freunde sind kaum noch zu erfüllen. Stress bei unseren vorzeitlichen Jägern war notwendig, um zu überleben. Im Kampf gegen Raubtiere beispielsweise konnte er abgebaut werden, was in der heutigen Welt so meist nicht mehr möglich ist. Es kommt zu Fehlhaltungen am Arbeitsplatz, man zieht die Schulten hoch ( vielleicht auch, um sich vor etwas zu schützen ), verspannt den Rücken und die Nackenmuskulatur. Der Stress manifestiert sich sozusagen körperlich und die Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich führen dann häufig auch zu Kopfschmerzen. Wie kann Qigong hier helfen? Mit Qigong können folgende Bereiche gefördert werden: A) In der Bewegung entspannen. Durch gezielte Bewegungen werden Spannungen abgebaut. Der Körper wird flexibler und die „Dinge“ beginnen zu fließen. Hiermit ist das Qi, also einfach ausgedrückt die Lebenskraft, gemeint. Im Sinne der TCM bedeuten Schmerzen meist Stagnation, das Qi fließt nicht, fließt in die falsche Richtung oder fließt zu schwach. Bewegung, sofern sie regelmäßig ausgeübt wird, hilft, das Qi wieder zum Fließen zu bringen. Hier bieten sich besonders Übungen aus dem Kranich Qigong und Seidenweber-Übungen an. B) Körperbewusstsein entwickeln Auch im Qigong gilt: Man denkt was man tut, und tut, was man denkt. Dies bedeutet, man soll Präsenz entwickeln und sich im „Jetzt“ befinden. Der eigene Körper wird dadurch bewusst wahrgenommen. Der Übende wird so sensibilisiert für Fehlhaltungen und Verspannungen. Werden diese bemerkt bzw treten Verspannungen und Fehlhaltungen ein, kann man sie auch außerhalb des Qigong, eben z.B. am Arbeitsplatz, wahrnehmen und korrigieren. Auch hier sind Seidenweber-Übungen und Kranich Qigong, aber auch Stehmeditation gut. C) Stille erfahren Durch Qigong und das damit verbundene Auseinandersetzen mit dem „Hier und Jetzt“ gelingt es loszulassen. Gerade das „krampfhafte Wollen“, ganz gleich in Bezug auf was auch immer, ist es meist, wodurch wir uns selbst Stress, also die Wurzel vieler Übel, auferlegen. Der Geist verweilt in der Vergangenheit, oder befasst sich mit einer Zukunft, von der niemand weiß, ob sie genau so, wie sie sich gerade im Kopf abspielt, jemals eintreffen wird. Man hat ein Ziel und Ziele liegen i.d.R. in der Zukunft, wo wir aber niemals sein werden. Sein können wir immer nur jetzt, da das „Jetzt“ der einzige Moment ist, der immer sein wird. In Gedanken sieht man plötzlich all die Dinge auf einmal, die getan und erledigt werden müssen. Es trifft einen wie ein Schlag und Stress entsteht. Widmet man sich aber einer einzigen Aufgabe im Hier und Jetzt, treten alle anderen Dinge in den Hintergrund und man hat beste Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Stress verschwindet. Ein kleine Übungsabfolge aus dem Qigong ist in der beiliegenden Excel-Tabelle dargestellt. Stephan Lössl, 29.03.09 Gigong gegen Stress und Verspannung
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